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maß-
nahmen
an den Ufern

 

 

 

Ökologie rund ums Kraftwerk und an den Ufern

Im Aufstiegs- und Laichgewässer wächst eine Landschaft, die von Tieren und Pflanzen voll angenommen wird. Um den Lebensraum „Rhein“ zu vernetzen, wurde rund um das Kraftwerk und entlang der Ufer eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt, mit denen die heimische Tier- und Pflanzenwelt gefördert wird.


Eigens beschaffte heimische Schwarzpappeln beschatten den Raugerinne-Beckenpass und bieten Lebensraum für die seltene Schmetterlingsart Schillerfalter. Eisvögel finden in eigens angelegten steilen Brutwänden neuen Unterschlupf, Fledermäuse nutzen am Ufer für sie geschaffene Schlaf- und Brutplätze.


Weitere Ausgleichsmaßnahmen, wie zum Beispiel die Aufschüttung von Kiesbänken, dienen dazu, dem Fluss in geeigneten Bereichen den Charakter eines Fließgewässers zurückzugeben. Insgesamt wurden über 70 Maßnahmen umgesetzt.


Die natürliche Felsformation unterhalb des Wasserkraftwerks Rheinfelden, das Gwild, konnte trotz Kraftwerksbau zu über 50 Prozent erhalten bleiben. Es ist ein strukturreicher Lebensraum mit felsigen Stromschnellen und tiefen Canyons. Eine extra eingebaute Dotierturbine beim neuen Wasserkraftwerk gewährleistet, dass das Gwild auch bei Niedrigwasser ausreichend bewässert wird und somit die Moose ausreichend Feuchtigkeit vorfinden.

Monitoring – Messung des Erfolgs der Maßnahmen

Über einen Zeitraum von zehn Jahren wird der Erfolg der Maßnahmen in der Natur überprüft. Bereits heute steht fest: Viele der gesteckten Ziele wurden bereits erreicht. Denn nicht nur die Fischzählung verlief sehr erfolgreich, sondern auch in der übrigen Tier- und Pflanzenwelt zeigten sich Verbesserungen:
Die Zahl der vorkommenden gefährdeten Pflanzenarten hat sich von 3 auf 12 erhöht und die Gesamtartenzahl hat von 251 auf 318 Arten um 27 Prozent zugenommen. Dies liegt vor allem an den neu geschaffenen Pionierlebensräumen. Auch bei den Vögeln hat die Zahl der Rote-Liste-Arten von 27 auf 31 zugenommen. Der Gänsesäger brütet jetzt beispielsweise im neuen Fischaufstiegsgewässer.